Kinder mit Behinderungen als kompetente Partner_innen

Aufgaben- und Rollenklärung, Ganztag, Inklusive Bildung, Leitbild und Haltung in der inklusiven Bildung, praxisrelevante Handlungsansätze alle Interessierten, Pädagogische Fach- und Lehrkräfte berufsbegleitende Weiterbildung Paritätisches Bildungswerk Bundesverband
€ 1.196,- zzgl. 50,00 € Prüfungsgebühr
08.11.2022, 9:00 – 16.06.2023, 17:00 (Anmeldung bis 07.11.2022)

Das Ziel dieser Weiterbildung, im Umfang von 23 Tagen/184 UStd., ist die fachliche und persönliche Qualifizierung der Mitarbeitenden für integrationspädagogische Arbeitsfelder.

Themenbereiche der Weiterbildung:

1.  Die Entwicklung integrativer/inklusiver Erziehung in der Bundesrepublik Deutschland im Land Berlin und anderen Bundesländern – Gesetzliche Grundlagen
•    Geschichte und Modelle gemeinsamer Erziehung
•    Beispiele aus verschiedenen Bundesländern, gesetzliche Grundlagen und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis
•    Rolle und Aufgaben der Fachkraft bzw. der Facherzieherin für Integration/Inklusion

2.  Zusammenarbeit mit Eltern
•    Die Situation von Eltern, die ein Kind mit Behinderung haben
•    Konzepte der Kooperation und Beratung im Spannungsfeld zwischen Akzeptanz, Entwicklungsfantasien, Gleichgültigkeit und Ausgrenzung mit besonderer Berücksichtigung von Eltern mit Migrationshintergrund
•   Die Aufgaben der Facherzieher*innen in der Zusammenarbeit mit den Eltern

3.  Grundlagen der menschlichen Entwicklung
•    Entwicklungspsychologische Ansätze, die für die inklusive Pädagogik von Bedeutung sind
•    Motorische, emotionale, kognitive, soziale und kommunikativ/sprachliche Entwicklung von Kindern
•    Spielentwicklung bei Kindern mit und ohne Behinderung

4.  Die Bedeutung von Bindung und Interaktion für die kindliche Entwicklung
•    Behinderung als Risikofaktor für die Entwicklung des Dialogs zwischen Kind und Bezugsperson
•    Bindung als Schutz- oder als Risikofaktor für die kindliche Entwicklung
•    das Konzept der Feinfühligkeit – wichtige Ressource der Bezugsperson
•    Videobeispiele zu gelingender und misslingender Interaktion
•    Kinderschutzaspekte

5.  Diagnostik der kindlichen Entwicklung und Möglichkeiten der Therapie
•    Begriffsdefinitionen: Störung, Beeinträchtigung, Behinderung, Krankheit
•    Bausteine für eine dialogische und ressourcen-orientierte Entwicklungs- und Förderdiagnostik
•    ausgewählte entwicklungsdiagnostische Instrumente und Beobachtungsverfahren
•    Überblick über verschiedene Therapieformen, Ansätze, Therapiematerialien, Handling, Lagerungs- und Hilfsmittel
•    elektronische Kommunikationshilfen für schwerstbehinderte Kinder 

6.  Sozialpädagogische Methoden für die differenzierte Gruppenarbeit im Rahmen
     von Altersmischung und offener Arbeit
•    Binnendifferenzierung, Kleingruppenarbeit und Projektarbeit als methodische Grundlage für die Gestaltung gemeinsamer Lern- und Spielprozesse
•    Analyse von Gruppenprozessen und Gruppenstrukturen
•    Instrumente und Methoden zur pädagogischen Planung und zur Überprüfung von Lern- und Förderzielen der inklusiven Arbeit in altersgemischten       
     offenen Gruppen
•    die Rolle der Fachkraft/Facherzieher_in bei der Anbahnung gemeinsamer Spielprozesse

7.  Beobachtung und Beobachtungsverfahren

•    Beobachtung als Voraussetzung für zielgerichtetes, pädagogisches Handeln Grundlagen systematischer Beobachtung
•    Beobachtungsinstrumente
•    Entwicklung von Förderplänen
•    Förderung und Kommunikation mit schwerst-behinderten Kindern

8. Prozessanalyse zur Kommunikation, Kooperation und Konfliktklärung

•   Grundlagen der Gesprächsführung
•   Modelle und Übungen zur Verbesserung der kommunikativen und kooperativen Kompetenz in
    integrationspädagogischen Arbeitsfeldern
•   Konfliktlösungsmodelle
•   Fallbesprechung und kollegiale Beratung als Möglichkeit zur Verbesserung der Kommunikation 

9. Kooperation der Fachkräfte untereinander und mit den verschiedenen Fachdiensten, Vernetzung mit anderen Institutionen

•   die Bedeutung interner und externer Kooperationen
•   Kooperationsmodelle zwischen pädagogischem, therapeutischem und medizinischem Fachpersonal
•   Kontakte und Vernetzung mit sozialen Diensten, Diagnose- und Beratungseinrichtungen und Schulen

Arbeitsformen: 
•           Teilnehmenden-orientierte Konzepte der Erwachsenenbildung
•           Lehrgespräche
•           Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit
•           Rollenspiele
•           Übungen zur Selbsterfahrung und Selbstreflexion
•           Übungen zum Praxistransfer
•           Videobeispiele

Kursleitung: Cornelia Dittmer, Diplom-Pädagogin, Erzieherin, Heilpädagogin Beratung, Fortbildung und Organisationsentwicklung, PIKE e.V., Berlin

Verantwortliche Leitung/ fachliche Information: Sarah Volk, Referentin für Eltern- und Familienbildung, Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.

Termine/Zeiten:
1. Modul: 08.11.-11.11.2022
2. Modul: 05.12.-07.12.2022
3. Modul: 30.01.-01.02.2023
4. Modul: 13.03.-16.03.2023
5. Modul: 26.04.-28.04.2023
6. Modul: 22.05.-24.05.2023
7. Modul: 14.06.-16.06.2023 ... jeweils 09:00-17:00 Uhr

Abschluss: Die Qualifizierung endet mit einem Kolloquium, bei dem die Teilnehmenden ihre Praxisarbeiten bzw. ein eigenes Projekt vorstellen. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmenden ein qualifiziertes Zertifikat über Umfang und Inhalte der Qualifizierungsmaßnahme.

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Weitere Informationen

Kontakt

Sarah Volk

Ort

Berlin, Tagungsort wird noch bekannt gegeben